FELIX TREIBER (*1960)

1960 in Stuttgart geboren, studierte an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau Violine bei NICOLAS CHUMACHENCO und WOLFGANG MARSCHNER und gründete 1984 das Spohrquartett, als dessen Primarius er zunächst intensive kammermusikalische Aktivitäten entfaltete. 1987 bis 2001 wirkte er als stellvertretender Konzertmeister in der Badischen Staatskapelle Karlsruhe. Er ist Mitbegründer des Ensemble Sorpresa, das sich durch seine abwechslungsreichen Programme mit zeitgenössischer Musik und selten zu hörenden Werken der letzten sieben Jahrhunderte sowie mit außer-
gewöhnlichen Projekten (z.B."Kammermusik & Ballett") einen Namen gemacht hat.
Unter Felix Treibers in Deutschland, Japan und den USA aufgeführten Kompositionen befinden sich bislang Orchesterwerke, Solokonzerte, einige Liederzyklen sowie Kammermusik verschiedenster Besetzungen. Mit seiner Musik für Celesta, Horn und Streichsextett erlebte er 2001 sein US-amerikanisches Debut in New York. Einige seiner Werke wurden von der Antes Edition auf CD veröffentlicht.

Das im Sommer 2001 komponierte und im Juni 2002 uraufgeführte Konzert für Oboe, Schlagzeug und Orchester ist zweisätzig, wobei innerhalb beider Sätze ruhige Episoden mit virtuosen, rhythmisch betonten Abschnitten in rhapsodisch-freier Form abwechseln. Der besondere Reiz der Kombination von Oboe und Schlagzeug (Marimbaphon, kleine Trommel, Tempelblöcke, Becken, Triangel- die beiden letzteren werden ab und zu auch von der Oboistin bedient-) liegt in den verschiedenen Möglichkeiten sowohl des Kontrasts als auch der Verschmelzung zu einer neuen Klanglichkeit.

 

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