Max Reger (1873-1916)
Geboren in Brand in der Oberpfalz, wächst
er in der nahe gelegenen Stadt Weiden auf und erhält schon früh
musikalische Unterweisung. Nach Studien bei dem berühmten Musiktheoretiker
Hugo Riemann erleidet Reger in Folge seiner Militärdienstzeit
und beruflicher Rückschläge einen nervlichen und physischen
Zusammenbruch und kehrt 1898 ins Elternhaus zurück. Dort steigert
sich Regers Produktivität enorm, bis er 1901 seine Familie überreden
kann, nach München zu übersiedeln, wo er mehr musikalische
Anregungen erhofft als in der Oberpfalz. 1902 heiratet Reger, selbst
Katholik, Elsa von Bercken, eine geschiedene Protestantin, was seine
Exkommunikation zur Folge hat. Kompositorisch wie als konzertierender
Pianist ist Reger äußerst produktiv. 1905 wird er als Nachfolger
Rheinbergers an die Akademie der Tonkunst berufen, legt sein Amt aber
bereits ein Jahr später wegen Unstimmigkeiten mit dem überwiegend
konservativen Lehrkörper nieder.Während eines Konzertaufenthalts
in Karlsruhe empfängt Reger 1907 seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor
und Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig; Konzert-
und Kompositionstätigkeit behält er bei. Während er
schon 1908 den Posten des Universitätsmusikdirektors wieder aufgibt,
übernimmt er 1911 stattdessen den Posten des Hofkapellmeisters
in Meiningen, den er bis Anfang 1914 innehat. Die intensive Kompositions-
und Konzertiertätigkeit führt er auch fort, nachdem er 1915
nach Jena gezogen ist, von wo aus er einmal wöchentlich für
seine Lehrveranstaltungen nach Leipzig fährt. Auf einer dieser
Reisen erliegt Reger im Mai 1916 einem Herzversagen. Andauernde Berühmtheit
erlangte Reger vor allem durch seine Orgelwerke, obwohl er auch in
den Bereichen der Kammermusik, der Lieder, der Chor- und der Orchesterkomposition
Bedeutendes geleistet hat.
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