Er studierte Komposition an der Jean-Sibelius-Akademie
Helsinki ab 1953 bei Aarre Merikanto und graduierte 1957. Ferner studierte
er in Wien 1955 und an der Juilliard School of Music, in New York,
bei Vincent Persichetti, am Tanglewood Music Center bei Roger Sessions
und Aaron Copland in den Jahren 1955 und 1956. 1957 folgte ein Privatstudium
bei Wladimir Vogel in Ascona und 1958 an der Rheinischen Musikhochschule
in Köln bei Rudolf Petzold.
Nach diversen Engagements als Lehrer
an der Jean-Sibelius-Akademie, beim Philharmonischen Orchester in
Helsinki als Bibliothekar und Archivist und als Rektor am Käpylä
Music Institute in Helsinki wurde er 1976 zum Professor für Komposition
an die Jean-Sibelius-Akademie berufen und wirkte dort bis 1990.
Berühmt wurde Rautavaara u.a.
durch sein Werk Cantus Arcticus 1972. Der Komponist verband hier Klänge
arktischer Vögel, die aufgenommen und vom Komponisten elektronisch
bearbeitet wurden mit einem kantablen, atmosphärischen Orchesterklang.
| 9.10.1928 |
|
geboren in Helsinki (Finnland),
der Vater und mehrere Familienmitglieder waren Opernsänger.
Besuch des Gymnasiums in Helsinki. |
| 1948-1952 |
|
Kompositionsstudium an der
Sibelius Akademie Helsinki bei A. Merikanto und Musikwissenschaft
an der Universität. |
| 1953 |
|
Mit "A Requiem in Our
Time" beteiligt sich Rautavaara an einem Kompositions-Wettbewerb
in Cincinnati, bei dem er ausgezeichnet wird.
Ein Stipendium der Koussevitzkiy-Foundation ist die Folge. |
| 1955-1956 |
|
Stipendium und Besuch der
Juilliard School of Music in New York, dort Unterricht bei Vincent
Persichetti und Aaron Copland. |
| 1956 |
|
Entstehung der Klaviersuite
"The Icons", Komposition der neoklassizistischen ersten
Sinfonie. |
| 1957 |
|
Privatstunden in Zwölftonmusik
bei Vladimir Vogel in Ascona, Entstehung der zweiten Sinfonie
in Zwölftontechnik. |
| 1958 |
|
Studium an der Staatlichen
Hochschule für Musik, Köln, bei Prof. Petzold, Kompostition
des 2. Streichquartetts |
| 1959 |
|
Vollendung des Liederzyklus
"Die Liebenden". |
| 1961 |
|
Fertigstellung der dritten
Sinfonie, die sich musikalisch auf die Sinfonien Bruckners bezieht.
|
| 1962 |
|
Kompositions der vierten
Sinfonie. |
| 1965-1966 |
|
Direktor der Käpyla
Music School, Helsinki. |
| 1966 |
|
Unterricht in Musiktheorie
an der Sibelius Akademie. |
| 1969 |
|
Kompostion des ersten Klavierkonzerts.
|
| 1970 |
|
Kompostion der zweiten Klaviersonate
"The Fire Sermon" nach einem Gedicht von t. S. Eliot. |
| 1972 |
|
Komplettierung des Konzerts
für Vögel und Orchester "cantus arcticus"
mit Bandzuspielungen von arktischen Vogellauten. |
| 1973 |
|
Vollendung des Flötenkonzerts.
|
| 1976-1990 |
|
Professor für Komposition
an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Kalevi Aho ist sein bedeutendster
Schüler. |
| 1978 |
|
Der erste der "Engel"-Zyklen
"Angels and Visitations" entsteht. |
| 1986-87 |
|
Entstehung der Oper "Vincent" über den Maler Vincent
van Gogh. 1986 zog Rautavaara seine 1964 vollendete vierte Sinfonie
zurück und ersetzte sie durch die "Arabescata2 von 1963.
|
| 1997 |
|
UA der Oper "Alexis
Kivi" bei den Opernfestspielen von Savonlinna zum 80jährigen
Bestehen der Republik Finnland. Der Name der Oper erinnert an
den ersten Nationaldichter Finnlands. |
| 19.09.2003 |
|
UA der neuesten Oper von
Einojuhani Rautavaara Rasputin an der Finnischen Oper in Helsinki.
Matti Salminen singt die Titelpartie des russischen Wandermönchs
und Wunderheilers, der einen unheilvollen Einfluß auf die
Politik des letzten russischen Zaren nahm und in einer Verschwörung
von seinen politischen Gegnern ermordet wurde. Jorma Hynninen
singt die Rolle des Zaren Nikolaus II., Lilli Paasikivi verkörpert
die Zarin Alexandra. Mikko Frank leitet die Uraufführung,
deren Libretto auf dem Buch über Rasputin von Edvardd Radzinsky
zurückgeht, Regie führt Vilppu Kiljunen.
|