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Er lernt autodidaktisch Klavier und Violine spielen, verfasst Komositionen im Stile Telemanns und führt sie unter dessen Namen mit großem Erfolg auf. Während seines Jurastudiums in Leipzig komponiert er vielfältige Gelegenheitsmusiken und gestaltet Gottesdienste sowie akademische Festveranstaltungen der Leipziger Universität. Später erhält er Opernaufträge vom Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz und bereist viele Städte Deutschlands, u.a. Gotha, Darmstadt, Nürnberg, Bayreuth, Gera. Dabei lernt er seine erste Ehefrau Johanna Christiane Laurentius kennen, sie lassen sich in Greiz nieder, wo er als Stadtschreiber und Organist arbeitet. Die Ehefrau stirbt 1720 bei der Geburt eines Sohnes Christian Friedrich, der wenige Monate später ebenfalls verstirbt. Fasch verlässt Greiz 1721 und tritt ein Jahr später sein Amt als Hofkapellmeister beim Fürsten Johann August von Anhalt-Zerbst an. Verschiedene Studienreisen führen ihn nach Prag zum Grafen Wenzel Morzin und an den königlich-polnischen und kurfürstlich-sächsischen Hof zu Dresden. Für beide liefert er auch noch später verschiedene Kompositionen. Nach dreimaligem Aufgebot in der Hof- und Stiftskirche zu St. Bartholomäi in Zerbst führt der Hofkapellmeister Johann Friedrich Fasch am 21. April 1728 die Pfarrerstochter Johanna Helena Simers in zweiter Ehe in ihrem Heimatort Groß-Kmehlen (Niederlausitz) vor den Traualtar. Aus dieser Ehe geht der Begründer der Berliner Singakademie Carl Friedrich Christian Fasch hervor. Bürger der Stadt, die Mitglieder des Fürstenhofes und des Rates der Stadt sowie ihre Gäste hören in dieser Kirche seine Musik. Für die normalen und festlichen Gottesdienste komponierte er zahlreiche Kantaten, Kirchenstücke und Messen. Einige Serenaden anlässlich hoher Geburtstage vertont, verleihen seinem musikalischen Schaffen eine glänzende Ausstrahlung. Als Hofkapellmeister ist Johann Friedrich Fasch für die gesamte Musikarbeit des Ländchens Anhalt-Zerbst zuständig, eingeschlossen die musikalische Unterhaltung am Zerbster Hof und das Organistenamt in der Schlosskapelle. Nebenbei musiziert er auch in Köthen. Am 5. Dezember 1758 stirbt er in Zerbst.
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